| Kurzname | Norm | Werkstoff-Nr. | Alte Bezeichnungen |
|---|---|---|---|
| S235J0 | DIN EN 10025-2 | 1.0114 | St37-3U |
| Prüfrichtung | Streckgrenze ReH (MPa) ≤ 16 mm | Streckgrenze ReH (MPa) > 16 ≤ 40 mm | Zugfestigkeit Rm (MPa) < 3 mm | Zugfestigkeit Rm (MPa) ≥ 3 mm ≤ 100 mm |
|---|---|---|---|---|
| Quer (≥ 600mm) | ≥ 235 | ≥ 225 | 360 – 510 | 360 – 510 |
| Probenrichtung a | Bruchdehnung A80 (in %) ≤ 1 mm | A80 (in %) > 1 ≤ 1,5 mm | A80 (in %) > 1,5 ≤ 2 mm | A80 (in %) > 2 ≤ 2,5 mm | A80 (in %) > 2,5 ≤ 3 mm | A5,65 (in %) > 3 ≤ 40 mm |
|---|---|---|---|---|---|---|
| l | ≥ 17 | ≥ 18 | ≥ 19 | ≥ 20 | ≥ 21 | ≥ 26 |
| t | ≥ 15 | ≥ 16 | ≥ 17 | ≥ 18 | ≥ 19 | ≥ 24 |
| C % ≤ 16 mm | C % >16 mm ≤ 40 mm | Si % | Mn % | P % | S % | N % | Cu % | CEV ≤ 30 mm |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 0,17 | 0,17 | – | ≤ 1,40 | ≤ 0,030 | ≤ 0,030 | ≤ 0,012 | ≤ 0,55 | ≤ 0,35 |
| Temperatur | Mindestkerbschlagarbeit KV2 (J) ≤ 150 mm |
|---|---|
| 0°C | 27 |
Der warmgewalzte Baustahl S235J0 (Werkstoffnummer 1.0114) ist ein unlegierter Baustahl nach DIN EN 10025-2 und stellt eine Variante des weit verbreiteten S235JR dar. Charakteristisch für S235J0 ist die garantierte Kerbschlagarbeit bei niedrigeren Temperaturen, wodurch er sich besonders für Einsatzbedingungen mit mäßig niedrigen Umgebungs- und Betriebstemperaturen eignet. Wie beim S235JR sind verschiedene Lieferzustände verfügbar, um auf unterschiedliche Anforderungen an Festigkeit, Zähigkeit und Bearbeitbarkeit einzugehen.
Eigenschaften
Mechanische Kenndaten:
In allen Lieferzuständen zeigt S235J0 eine Mindeststreckgrenze von 235 MPa und eine Zugfestigkeit von 360–510 MPa. Die Zustände unterscheiden sich jedoch in der Kornfeinung und damit in der Zähigkeit:
Kerbschlageigenschaften
Ein zentrales Merkmal von S235J0 ist eine garantierte Charpy-V-Kerbschlagarbeit von mindestens 27 J bei 0 °C. Im Vergleich zum S235JR, der seine Kerbzähigkeit bei +20 °C garantiert, bietet der S235J0 damit eine verbesserte Stoßzähigkeit in kühleren Umgebungen und minimiert die Gefahr spröder Versagensrisse.
Schweißeignung
Auch S235J0 lässt sich sehr gut schweißen. Übliche Verfahren wie MAG, MIG oder Lichtbogenhandschweißen können ohne oder nur mit geringer Vorwärmung (< 100 °C) eingesetzt werden. Die Gefügestruktur im Wärmeeinflussbereich bleibt ausgeglichen, was Rissbildung vorbeugt und wirtschaftliche, saubere Schweißnähte ermöglicht.
Anwendungsbereiche
S235J0 wird überall dort bevorzugt, wo neben einer guten Grundfestigkeit auch bei mäßig niedrigen Temperaturen eine zuverlässige Zähigkeit gefordert ist. Typische Einsatzgebiete sind:
Fazit
Der Baustahl S235J0 (1.0114) nach DIN EN 10025-2 vereint die bewährten Festigkeits- und Bearbeitungseigenschaften des S235-Sortiments mit einer erweiterten Kerbschlagzähigkeit bei 0 °C. In den Lieferzuständen +N, +AR und +M bietet er eine flexible Auswahl zwischen Wirtschaftlichkeit, Zähigkeit und Festigkeitsreserven. Mit seiner hervorragenden Schweißbarkeit und der garantierten Kerbschlagarbeit von 27 J bei 0 °C ist S235J0 die ideale Wahl für Stahlkonstruktionen in gemäßigt kühlen Umgebungen und anspruchsvollen Einsatzfällen.
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