| Kurzname | Norm | Werkstoff-Nr. | Alte Bezeichnungen |
|---|---|---|---|
| S275JR | DIN EN 10025-2 | 1.0044 | St44-2 |
| Prüfrichtung | Streckgrenze ReH (MPa) ≤ 16 mm | Streckgrenze ReH (MPa) > 16 ≤ 40 mm | Zugfestigkeit Rm (MPa) < 3 mm | Zugfestigkeit Rm (MPa) ≥ 3 mm ≤ 100 mm |
|---|---|---|---|---|
| Quer (≥ 600mm) | ≥ 275 | ≥ 265 | 430 – 580 | 410 – 560 |
| Probenrichtung a | Bruchdehnung A80 (in %) ≤ 1 mm | A80 (in %) > 1 ≤ 1,5 mm | A80 (in %) > 1,5 ≤ 2 mm | A80 (in %) > 2 ≤ 2,5 mm | A80 (in %) > 2,5 ≤ 3 mm | A5,65 (in %) > 3 ≤ 40 mm |
|---|---|---|---|---|---|---|
| l | ≥ 15 | ≥ 16 | ≥ 17 | ≥ 18 | ≥ 19 | ≥ 23 |
| t | ≥ 13 | ≥ 14 | ≥ 15 | ≥ 16 | ≥ 17 | ≥ 21 |
| C % ≤ 16 mm | C % >16 mm ≤ 40 mm | Si % | Mn % | P % | S % | N % | Cu % |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 0,21 | 0,21 | – | ≤ 1,50 | ≤ 0,035 | ≤ 0,035 | ≤ 0,012 | ≤ 0,55 |
| Temperatur | Mindestkerbschlagarbeit KV2 (J) ≤ 150 mm |
|---|---|
| 20°C | 27 |
S275JR (1.0044)
Der warmgewalzte Baustahl S275JR (Werkstoffnummer 1.0044) nach DIN EN 10025-2 ist ein unlegierter Baustahl mit erhöhter Mindeststreckgrenze gegenüber der S235-Gruppe. Er bietet ein ausgewogenes Verhältnis aus Festigkeit, Zähigkeit und Wirtschaftlichkeit und ist im Stahlbau wie auch im Maschinenbau weit verbreitet. Durch unterschiedliche Lieferzustände lässt sich S275JR flexibel an verschiedene Anforderungen in Bezug auf Kornstruktur, Festigkeit und Bearbeitbarkeit anpassen.
Werkstoff-Eigenschaften für die Konstruktion
Mechanische Kenndaten & Lieferzustände
S275JR bietet im Standardzustand bereits stabile mechanische Eigenschaften. Je nach Anforderung an das Gefüge und die Weiterverarbeitung stehen verschiedene Lieferzustände zur Verfügung:
Kerbschlageigenschaften
Für S275JR ist eine Charpy-V-Kerbschlagarbeit von mindestens 27 J bei +20 °C spezifiziert. Diese Zähigkeit gewährleistet ein sicheres Verhalten unter Stoßbelastung im üblichen Einsatztemperaturbereich und minimiert sprödes Versagen.
Schweißeignung
S275JR zeichnet sich durch exzellente Schweißbarkeit aus. Gängige Verfahren wie MAG, MIG oder Lichtbogenhandschweißen können ohne oder mit nur geringer Vorwärmung (< 100 °C) eingesetzt werden. Die ausgeglichene Gefügebildung im Wärmeeinflussbereich reduziert das Risiko von Rissbildung und ermöglicht saubere, wirtschaftliche Schweißnähte.
Anwendungsbereiche
Dank der erhöhten Mindeststreckgrenze und der vielfältigen Lieferzustände eignet sich S275JR für anspruchsvolle Konstruktionen:
Der thermomechanisch gewalzte Zustand (+M) liefert zudem eine höhere Festigkeit bei gleichzeitig guter Zähigkeit, was den Stahl für dynamisch belastete Bauteile qualifiziert.
Fazit
Der Baustahl S275JR (1.0044) nach DIN EN 10025-2 kombiniert eine erhöhte Mindeststreckgrenze von 275 MPa mit guter Kerbschlagzähigkeit (27 J bei +20 °C) und ausgezeichneter Schweißbarkeit. Die verfügbaren Zustände +N, +AR und +M bieten Planern und Fertigern ein breites Spektrum an mechanischen Eigenschaften und Bearbeitungsmöglichkeiten. Dadurch ist S275JR die ideale Wahl für solide, wirtschaftliche und gleichzeitig tragfähige Konstruktionen im Stahl- und Maschinenbau.
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